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Zwischen Zeichen und Oberfläche: Das Projekt wechselt sein Gewand.
Snyk & Lad by Erwan Bouroullec
Der Stuhl SNIK aus der Feder von Erwan Bouroullec entstand als essenzielles Objekt, das dafür geschaffen wurde, ein Leben im ständigen Wandel zu begleiten. Kompakt, widerstandsfähig und diskret ist SNIK um einen Korpus aus recyceltem Technopolymer mit einer Stahlstruktur aufgebaut, wahlweise mit oder ohne integrierte Armlehnen. Eine minimale Präsenz, die so konzipiert ist, dass sie fast wie ein Kleidungsstück „getragen“ wird: natürlich, unmittelbar, ein Teil des Alltags. Das Projekt wird durch ein System austauschbarer Bezüge bereichert, die als wahrhaft dynamische Elemente konzipiert sind. Sie sind mehr als nur Zubehör; es sind Oberflächen, die schützen, verwandeln und den Stuhl an verschiedene Kontexte, Jahreszeiten und Nutzungen anpassen. Sie lassen sich leicht anbringen, entfernen und waschen und führen eine Idee von konkreter Vielseitigkeit ein, die nicht nur mit Stil, sondern auch mit Funktionalität verbunden ist. SNIK interpretiert den zeitgenössischen Stuhl als offenes Objekt: nicht mehr an einen einzigen Raum oder eine definierte Funktion gebunden, sondern fähig, sich im Laufe der Zeit weiterzuentwickeln. Vom Innen- bis zum Außenbereich, vom privaten Wohnraum bis zum Objektbereich begleitet er die Veränderungen des täglichen Lebens mit Leichtigkeit und Intelligenz. Das Regalsystem LAD von Erwan Bouroullec ist als offenes Projekt konzipiert, um die Wand in einen dynamischen und persönlichen Raum zu verwandeln. Bestehend aus Regalböden, die aus einer Kombination von recyceltem Technopolymer und Holzoberflächen gefertigt sind, sowie einer an der Wand befestigten Tragstruktur, ermöglicht LAD vielfältige Konfigurationen und passt sich frei an unterschiedliche Bedürfnisse und Kontexte an. Das System lädt zur Komposition ein: Ausrichten, Erweitern, Unterbrechen, Rhythmus erzeugen. Jede Konfiguration wird zu einer gestalterischen Geste, einer Art „Zeichnen“ an der Wand, die Gewohnheiten, Bedürfnisse und Identität widerspiegelt. Es gibt keine Universallösung, sondern eine potenziell unendliche Vielfalt an Möglichkeiten. LAD überwindet die traditionelle Vorstellung von Aufbewahrung und nimmt die Komplexität des modernen Lebens auf, in dem Funktionen und Objekte einander überlagern. Bücher, Gegenstände, Werkzeuge und Erinnerungen koexistieren in einem fließenden System, das darauf ausgelegt ist, sich mit der Zeit zu entwickeln. Essenziell in der Konstruktion und auf Nachhaltigkeit bedacht, nutzt das Projekt einfache Elemente, die leicht zu montieren und zu trennen sind. LAD ist eine Einladung zum Experimentieren, um den eigenen Raum mit Freiheit zu gestalten und umzugestalten.









